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Ausflugsbericht GibraltarSchon von weitem kann man den beeindruckenden Felsen von Gibraltar erkennen, der sich stolz in den Himmel reckt. Appropos Anreise: Wir haben an Getränke gedacht, da man nie ganz sicher sein kann, wie lange man an der Grenze stehen muß. Heute geht es relativ flott, wir stehen nur etwa 15 Minuten in einer Schlange an. Zeit genug, sich kurz die Beine zu vertreten und den Felsen von der Weite auf uns wirken zu lassen. Vor dem Berg erstreckt sich eine Bucht. Wir können ein paar Segelboote und Windsurfer beobachten.
TIPP: Wenn man nicht allzu faul ist, sollte man die Stadt zu Fuß oder mit dem Rad erkunden, da die Wartezeit an der Grenze nahezu wegfällt.
Das erste, was uns auffällt, ist, dass viele Grundstücke mit Stacheldraht umzäunt sind, Zuerst wollen wir uns die 100-Tonnen-Kanone ansehen und folgen den Schildern über eine Küstenstrasse, die für die Verhältnisse, die in Gibraltar herrschen, richtig breit ausgefallen ist. An einem Schild, das an einem ziemlich gefährlich aussehenden Stacheldrahtzaun ausgehängt ist, "YOU ARRIVED 100 TON GUN" fahren wir natürlich prompt vorbei. Macht aber nichts, folgen wir halt einfach der Strasse und kommen später zurück. Die Strasse wird jetzt schmaler, ist aber noch immer nicht mit dem engen Gassenwerk in der Stadt selbst vergleichbar. Durch, in den rohen Stein gehauene Tunnel, geht's an die Küste.
Nach dem Durchqueren des letzten malerischen Tunnels erblicken wir eine riesige Moschee, die wohl auch so etwas wie ein Wahrzeichen darstellen soll. Zumindest können wir das Motiv später auf vielen Postkarten wieder erkennen. Wir fahren eine Küstenstrasse entlang. Es ist ein schöner Tag, und wir können Afrika sehen. Auf der linken Seite reihen sich riesige verblühte Agaven, die durch ein paar Fabriken und Müllhalden unterbrochen sind. Wir wissen, dass wir in eine Sackgasse fahren, und schon bald halten wir unser Auto an, da uns ein Schlagbaum an der Weiterfahrt hindert. Ein kleines besetztes Wachhäuschen steht daneben, und in die Felswand ist wieder ein Tunnel geschlagen, der allerdings versperrt ist. Kabelstränge führen an der Felswand entlang, auf denen die berühmten Makakken ihre Turnkunststücke vorführen. Ein älteres Weibchen sitzt mitten auf der Strasse und tut so, als könnte sie kein Wässerchen trüben. Wir haben Gummibärchen dabei und locken sie damit in unsere Nähe.
Da die Affen Touristen gewöhnt sind und wissen, dass sie etwas zum Fressen abstauben können, sind sie auch
Wir fahren wieder zurück, sehen uns den Leuchtturm, der die Strasse von Gibraltar nachts absichert, aus der Ferne an. Danach machen wir noch ein paar Schnappschüsse von den eisernen Lafetten der Geschütze und fahren dann bergauf auf einer schlechten engen Serpentinen Strasse Richtigung "Upper Rock". Wieder stehen wir vor einem Schlagbaum mit dazugehörigem Wachhäuschen. Diesmal will man Eintritt kassieren: 8 englische Pfund pro Nase sowie 1½ Pfund für das Auto. Das ist uns zu viel, wir wollen wenden. Pech gehabt, die Strasse ist zu schmal zum Umkehren. Der Ticketverkäufer öffnet uns dazu den Schlagbaum und lässt uns auf der anderen Seite wenden. Wir fahren wieder hinab.
Am Hauptplatz setzen wir uns in ein Café und beobachten das bunte Durcheinander. Strassenkünstler präsentieren ihre Show inmitten von Touristenfamilien und spielenden Kindern, die wohl, nach der Schuluniform zu schließen, aus der nahen Schule stammen. Nach einem kurzen Imbiss geht's dann zurück zum Auto Richtung Grenze. Kurz fahren wir noch bei der "Cable Car Station" vorbei, um uns über die Preise zu informieren: 13½ Pfund plus die bekannten 8 Pfund Eintritt.
An der Grenze erwartet uns eine angenehme Überraschung: Anstatt der erwarteten 2-5-stündigen Wartezeit sind wir innerhalb von 10 Minuten zurück in Spanien. Auch diesmal reicht das Vorzeigen unserer Pässe, die nicht näher kontrolliert werden. Allerdings müssen wir nun unseren Kofferraum öffnen, wie alle Ausreisenden.
Fazit : Gibraltar ist sehenswert, aber nicht billig. Zigaretten und Alkohol sowie Benzin und Diesel sind billig. Leider darf man bei der Ausreise nur eine Stange Zigaretten pro Person mitnehmen. Irgendwie fühlt man sich im Hafenbereich wie in einem Militär-Ghetto. Der Eindruck verfliegt aber in der Innenstadt. Es folgt in kürze eine genaue Reisebeschreibung vom "Upper Rock".
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